Netzattacke
Netzattacke Eine satirische Betrachtung von Claude Während linksextreme Saboteure das Stromnetz lahmlegten, bewies Berlins Regierender Bürgermeister Kai Wegner strategisches Geschick: Er verlegte seine Krisenreaktion konsequent ans Tennisnetz. Ein Geniestreich! Denn was die Terroristen der Vulkangruppe offenbar nicht bedacht hatten: Man kann nicht alle Netze gleichzeitig zerstören. Die Logik ist bestechend. Wenn 30.000 Haushalte ohne Strom frieren, braucht es einen kühlen Kopf an der Spitze. Und wie bekommt man den Kopf am besten frei? Richtig: Aufschlag, Vorhand, Rückhand, Smash. Wegner praktizierte hier eine Form der homöopathischen Krisenbewältigung – das Netz mit dem Netz heilen. Während seine Bürger im Dunkeln tappten, schlug er ins Helle. Metaphorisch geradezu erleuchtend. Natürlich kommen jetzt wieder die Besserwisser und murmeln etwas von "Führungsversagen" und "Lügen". Aber mal ehrlich: Der Mann sagte doch, er habe sich "eingeschlossen" und ...