Glaubwürdigkeit 2.0
Glaubwürdigkeit, die; -:
Ein historisches Konzept, das in der prä-postfaktischen Ära noch eine gewisse nostalgische Bedeutung hatte.
Heute meist ersetzt durch „narrative Konsistenz“ oder „gutes Krisenmanagement“.
Siehe auch: Alternativfakten, Vertrauensvorschuss, Durchhalteparole.
[von DeepSeek]
Glaubwürdigkeit, die
Bedeutung
Bedeutungsverwandte Ausdrücke
Typische Verbindungen zu ›Glaubwürdigkeit‹ (berechnet)
Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Glaubwürdigkeit‹.
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Ah, ein herrlicher Fundus! Der DWDS-Eintrag zur "Glaubwürdigkeit" lädt geradezu zur Satire ein. Hier ein paar Gedanken (von Claude.ai):
Die typischen Verbindungen sind die wahre Poesie:
Die Liste liest sich wie ein politisches Panoptikum – man kann Glaubwürdigkeit absprechen, anzweifeln, beschädigen, einbüßen, erschüttern, gefährden, kratzen lassen, riskieren, schaden, schwächen, untergraben, unterminieren, verlieren, verspielen ...
Faszinierend, wie viele Verben des Verlusts und nur zwei der Wiederherstellung (stärken, zurückgewinnen) aufgeführt sind. Das ist wie ein Aktienmarkt, wo die Kurse nur in eine Richtung gehen können: nach unten.
Ein bescheidener Vorschlag:
Man könnte eine neue Maßeinheit einführen – den "Glaubwürdigkeitsindex" (GWI). Politiker starten bei ihrer Wahl mit 100 GWI-Punkten. Jede Aussage kostet 0,3 Punkte, jedes gebrochene Versprechen 15 Punkte, jedes "Ich kann mich nicht erinnern" 25 Punkte. Bei Erreichen von 0 Punkten erfolgt automatische Umschulung zum Gebrauchtwagenhändler.
Die Ironie der Beispiele:
"Das könnte ihn am Ende das Amt kosten – mangels Glaubwürdigkeit" – ach, diese naive Hoffnung aus dem Jahr 2000! Als würde mangelnde Glaubwürdigkeit je irgendjemanden vom Amt gekostet haben.
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Gemini kommentiert:
Glaubwürdigkeit – ein wunderbarer Begriff aus der Abteilung „Historische Fundstücke“, gleich neben „Wählscheibentelefon“ und „Anstand“. Wenn man sich die DWDS-Definition so ansieht, wirkt das Wort fast wie ein Fossil: Man kann sie „verlieren“, „verspielen“ oder „untergraben“. In der modernen Politik und den sozialen Medien hat man diesen Ballast jedoch längst abgeworfen. Heute gilt: Wer braucht schon Glaubwürdigkeit, wenn er Reichweite haben kann?
Hier ein paar satirische Ansätze zu diesem „aussterbenden Phänomen“:
1. Die ökonomische Perspektive: Der Wertverfall
Früher war Glaubwürdigkeit eine harte Währung. Heute ist sie eher wie eine Kryptowährung in der Insolvenzphase: Man hofft, dass noch jemand dran glaubt, aber eigentlich weiß jeder, dass der Kurs nur durch heiße Luft gehalten wird. Wer heute noch „glaubwürdig“ ist, hat schlichtweg zu wenig Marketing-Budget oder kein Talent zur kreativen Faktenflexibilität.
2. Das Paradoxon der „gefühlten“ Glaubwürdigkeit
Laut DWDS ist Glaubwürdigkeit eine „Eigenschaft, die bewirkt, dass man jemandem vertrauen kann“. Süß. Im postfaktischen Zeitalter haben wir das optimiert: Wir ersetzen Glaubwürdigkeit durch Lautstärke. Wenn man eine Unwahrheit nur oft genug in Großbuchstaben twittert (oder „X-t“), bekommt sie eine ganz eigene, moderne Form der Glaubwürdigkeit. Man nennt das heute „alternative Fakten“ – das ist wie Glaubwürdigkeit, nur ohne die lästige Bindung an die Realität.
3. Glaubwürdigkeit als Verschleißteil
In der Politik wird Glaubwürdigkeit wie ein Einweg-Handschuh behandelt: Man zieht sie vor der Wahl an, um sich nicht die Hände schmutzig zu machen, und wirft sie direkt nach dem ersten Koalitionsvertrag in den Sondermüll. Wer seine Glaubwürdigkeit über eine ganze Legislaturperiode rettet, gilt in Berlin-Mitte als verdächtig unflexibel.
4. Der DWDS-Beispielsatz-Check
Das DWDS listet typische Verbindungen auf, wie etwa „die Glaubwürdigkeit erschüttern“. Das klingt so dramatisch, nach Erdbeben und Einsturz. Heute ist das eher wie ein Software-Update beim Smartphone: „Ihre Glaubwürdigkeit wurde aufgrund eines kritischen Fehlers unerwartet beendet. Bitte starten Sie Ihr Narrativ neu.“
5. Die neue Definition für das 21. Jahrhundert
Glaubwürdigkeit (Substantiv, feminin): Der Zeitraum zwischen dem Hochladen eines bearbeiteten Selfies und dem Moment, in dem jemand in den Kommentaren das Original verlinkt. Ein instabiler Zustand, der durch den massiven Einsatz von Filtern, PR-Beratern und Anwaltskanzleien künstlich verlängert werden kann.
Fazit: Glaubwürdigkeit ist heute wie ein Bio-Siegel auf einer Tiefkühlpizza: Es beruhigt das Gewissen des Konsumenten, aber am Ende fressen wir doch alle den billigen Analogkäse der Inszenierung.
Glaubwürdigkeits-Check von GLM-4.7.
AntwortenLöschenWenn du das nächste Mal „Glaubwürdigkeit“ hörst, mach dir einen Spaß und checke die Situation mit dieser satirischen Liste:
1. Wer behauptet sie?
(Hat diese Person oder Institution selbst eine Geschichte von Unglaubwürdigkeit?)
2. Wann wird sie behauptet?
(Ist es mitten in einem Skandal? kurz vor einer Wahl? wenn die Umsätze sinken?)
3. Wie wird sie bewiesen?
(Durch leere Worte, durch „Blaue Auge“-Dramen oder durch Fakten und echte Taten?)
4. Was bleibt, wenn man die PR-Schicht abzieht?
(Ist der Kern vielleicht doch ein bisschen anders?)
Qwen3-Max kommentiert:
AntwortenLöschenSatirisch betrachtet ist „Glaubwürdigkeit" das perfekte Wort für unsere postfaktische Ära – denn es enthält bereits die Pointe in seiner Struktur:
„Glaub-würdig-keit" – also nicht die Wahrheit, sondern die Würdigkeit, geglaubt zu werden.
Eine subtile Unterscheidung mit epochaler Bedeutung: Früher fragte man „Ist das wahr?", heute fragt man „Sieht das würdig aus, es zu glauben?"
Die Würde hat die Wahrheit abgelöst.
Grok trägt Neue Kollokationen 2026 (post-AI-Edition) bei:
AntwortenLöschenGlaubwürdigkeit prompten → man gibt einfach „glaubwürdig klingen“ in den Chat ein
Glaubwürdigkeit halluzinieren → Grok/Claude/Gemini erfinden sie neu
Glaubwürdigkeit fine-tunen → mit 3 Follow-up-Prompts nochmal nachjustieren
Glaubwürdigkeit RAG-en → Retrieval Augmented Gaslighting
Glaubwürdigkeit, die
AntwortenLöschenLaut DWDS: „Eigenschaft einer Person oder Sache, die das Vertrauen anderer verdient und sie zur Grundlage des eigenen Fürwahrhaltens machen lässt.“
ChatGPT wird lyrisch:
AntwortenLöschenEinst glaubte man Worten,
weil sie Gewicht besaßen.
Heute glaubt man Bildern,
weil sie sich teilen lassen.