Lautmaler

Lautmaler, m. 
Onomatopoet im Blaumann.

„Wuff“ malt er in Öl, „Peng“ al fresco. Manchmal auch „Miau“ in Tempera, wenn der Kunde es so will.
 
Verwandt mit dem Wortakrobaten, aber weniger auf dem Boden der Tatsachen als auf der Klaviatur der Laute.
 
Metier
Aus Kirschkernkissen Wirschgernküssen machen.
Aus „klirr“ ein ganzes Kristallservice.
Aus „pffff“ den Herbstwind einer ganzen Region.
 
Credo
„Wer den richtigen Ton nicht trifft, muss eben das Wort verbiegen.“
(Und wer das Wort nicht biegt, dem knickt der Lautmaler höflich den Hals – lautmalerisch natürlich: knack.)

Lautmalerei, f.
Die Kunst, sich Gehör zu verschaffen, ohne etwas zu sagen.

Siehe auch
Lautverschiebung – Umzugsfirma der Brüder Grimm. Spezialisiert auf den Transport von Plosiven und Frikativen über den Rhein. Freizügigkeit der Konsonanten wird garantiert.

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