DeutschlandKulturRadio

PRESSEMITTEILUNG — Bundesministerium für Kulturelle Selbstverteidigung

Deutschland rettet die Radiokultur – mit Akkordeon

Berlin, 2. Juni 2026 — Nach jahrelangen Debatten über zu viel englischsprachige Musik im deutschen Radio hat der Bundestag heute ein wegweisendes Gesetz verabschiedet: Mindestens 50 Prozent aller gespielten Lieder müssen künftig auf Deutsch sein. Experten sprechen von einem „historischen Sieg der Sprache Goethes über den Rhythmus von Beyoncé".

Die Freude bei den Radiosendern hält sich in Grenzen. „Wir haben das Archiv durchforstet", berichtete ein Programmdirektor eines großen Privatsenders sichtlich erschöpft, „und sind bei Nummer 47 auf Heino gestoßen. Ab Nummer 80 wird es dünn." Als Notlösung erwägt man, Kraftwerk in Dauerschleife zu senden, da Texte wie „Autobahn, Autobahn" sowohl deutsch als auch international anschlussfähig seien.

GEPLANTE NOTFALLMASSNAHMEN DER SENDE

  • Umbenennung von „Despacito" in „Langsam bitte" und Neueinsingen durch einen Chor aus Augsburg
  • Taylor Swift bekommt einen Intensivkurs Hochdeutsch (Förderprogramm des Goethe-Instituts)
  • Wiederentdeckung von 14.000 unveröffentlichten Werken von Stefan Raab
  • Schlager der 80er werden als „Vintage-Deutschpop" vermarktet und damit wieder salonfähig

Kulturwissenschaftler warnen indes vor unbeabsichtigten Folgen. „Wenn nun alle Sender gleichzeitig auf deutsche Musik umsteigen", schreibt Prof. Dr. Klangstein in einem Gastbeitrag, „besteht die reelle Gefahr, dass ‚Atemlos durch die Nacht' als nationales Kulturgut eingestuft werden muss. Das wäre ein Angriff auf die Würde des deutschen Volkes."

Auch die Hörerinnen und Hörer reagieren gespalten. In Online-Umfragen wünschten sich 64 Prozent „mehr deutsche Musik", präzisierten aber auf Nachfrage: „Aber halt nicht so deutsch."

Das Gesetz tritt zum 1. Januar 2027 in Kraft. Bis dahin läuft auf allen Sendern zur Eingewöhnung stündlich „Schrei nach Liebe" von den Ärzten. Ob das die Debatte beendet, bleibt abzuwarten.

 

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