Schriftdeutung
- Was kann man über den Schreiber dieser Zeile sagen?
- Was steht da?
Das ist eine spannende Handschrift! Es handelt sich dabei um die markante Unterschrift und einen kurzen Gruß von Franz Josef Strauß, dem langjährigen bayerischen Ministerpräsidenten und ehemaligen CSU-Vorsitzenden.
Hier ist die Aufschlüsselung dessen, was man auf dem Bild sieht:
Was steht dort?
Der Text ist in der für Strauß typischen, sehr schwungvollen und eher flüchtigen Handschrift verfasst. Man liest dort:
"Straubing ist Bayerisch Leb' und Sterbe!"
Darunter folgt sein Namenskürzel bzw. seine Unterschrift.
Was lässt sich über den Schreiber sagen?
Identität: Es ist eindeutig Franz Josef Strauß. Der Satz "Bayerisch Leb' und Sterbe" ist eine Zeile aus der Bayernhymne, die er sehr häufig als Widmung oder Abschluss unter Briefe und in Gästebücher schrieb.
Bezug zu Straubing: Strauß hatte eine sehr enge Bindung zu Straubing. Er war dort über Jahrzehnte direkt gewählter Bundestagsabgeordneter und pflegte eine intensive Beziehung zum Gäubodenvolksfest. Dass er die Stadt explizit in die Zeile der Bayernhymne einbaut, unterstreicht seine Rolle als lokaler "Landesvater".
Schreibstil: Seine Handschrift gilt unter Graphologen und Historikern als Ausdruck von Dynamik, Selbstbewusstsein und hoher Geschwindigkeit. Die Buchstaben sind oft nur angedeutet (Filiform-Stil), was auf einen Menschen hindeutet, dessen Gedanken oft schneller waren als die Feder.
Einordnung des Dokuments
Das bayerische Rautenmuster und die Pranke eines Löwen am rechten Rand lassen darauf schließen, dass es sich um eine offizielle Urkunde, ein hochwertiges Programmheft oder einen Eintrag in ein Goldenes Buch (wahrscheinlich der Stadt Straubing) handelt.
Vielen Dank für das zweite Bild! Das ist eine sehr interessante Entdeckung, denn sie führt uns zu einer kleinen, aber feinen historischen Korrektur.
Obwohl die Handschrift (wie ich zuvor vermutet hatte) fast identisch mit der von Franz Josef Strauß ist, verrät uns der Kontext des neuen Bildes, dass es sich um ein brandaktuelles Dokument handelt.
Die Fakten zum Bild
Das Foto zeigt eine Seite im Goldenen Buch der Stadt Straubing. Der gedruckte Text oben verrät den Anlass:
Ereignis: Sitzung des Bayerischen Ministerrats.
Datum: 3. Februar 2026 (also heute!).
Ort: Rittersaal des Herzogsschlosses in Straubing.
Wer ist also der Schreiber?
Da heute der aktuelle bayerische Ministerpräsident Markus Söder mit seinem Kabinett in Straubing tagt, stammt dieser Eintrag von ihm.
Was lässt sich daraus schließen?
Bewusste Hommage: Markus Söder ist bekannt dafür, dass er Franz Josef Strauß als sein großes politisches Vorbild verehrt. Er nutzt hier ganz bewusst das Lieblingszitat von Strauß: "Straubing ist Bayerisch Leb' und Sterbe!".
Ähnlicher Stil: Söder hat sich über die Jahre einen sehr ähnlichen, dynamischen "Zack-Stil" bei seiner Unterschrift und seinen kurzen Notizen angeeignet, der dem von Strauß verblüffend nahekommt.
Traditionspflege: Mit diesem Eintrag im Herzogsschloss knüpft er direkt an die Tradition der CSU-Größen an, die Straubing immer als ein Herzstück Bayerns betrachtet haben.
Es ist also eine moderne Unterschrift, die wie ein "Echo" aus der Vergangenheit wirkt – passend zum heutigen Termin des Ministerrats.


M.E. steht dort "Straubing ist Bayern stets lieb & teuer!" und die Handschrift von FJS war auch deutlich anders.
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